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Inhalt: Internationale Organisationen

Pflanzenschutzorganisation für Europa und den Mittelmeerraum (EPPO)

Die Pflanzenschutzorganisation für Europa und den Mittelmeerraum ( EPPO = European and Mediterranean Plant Protection Organisation) ist eine internationale Organisation mit 45 Mitgliedsländern. Sie ist zuständig für die Kooperation ihrer Mitgliedsländer in Fragen des Pflanzenschutzes. Im Bereich der Pflanzengesundheit entwickelt die EPPO u.a. Strategien gegen die Ein- und Verschleppung von gefährlichen Schadorganismen. Die EPPO vertritt ihre Mitgliedsländer als Regionale Pflanzenschutzorganisation bei Verhandlungen der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft der Vereinten Nationen ( FAO) und im Rahmen des Internationalen Pflanzenschutzübereinkommens ( IPPC).

Die EPPO erarbeitet zusammen mit Experten ihrer Mitgliedsländer eigene Standards sowie Datenbanken zu pflanzengesundheitlichen Themen.

Internationales Pflanzenschutz-Übereinkommen (IPPC)

Die Konvention zum Schutz der Pflanzen (IPPC – International Plant Protection Convention) ist ein internationaler Vertrag über zulässige rechtliche und technische Maßnahmen gegen die Ein- und Verschleppung von Pflanzenkrankheiten und deren Bekämpfung. Der Vertrag wurde erstmals 1952 erarbeitet, 1979 geändert und zuletzt 1997 wesentlich revidiert. Die revidierte Fassung tritt erst in Kraft, wenn zwei Drittel der 127 beteiligten Staaten ihn ratifiziert haben.

Die internationale Konvention zum Schutz der Pflanzen ist für die unterzeichnenden Staaten verbindliche Grundlage bei nationalen bzw. supranationalen Gesetzgebungsvorhaben (z. B. EU) im Bereich Pflanzenquarantäne.

Im Rahmen des IPPC werden " Internationale Standards für pflanzengesundheitliche Maßnahmen" (ISPM) erarbeitet z. B. unter anderem zu Pflanzenquarantäne im internationalen Handel, Risikoanalyse, Überwachung, Ausrottung und Pflanzengesundheitszertifikat. Die Standards sind verbindlich. Sie sollen die Unterzeichnerstaaten bei der Anwendung der Konvention unterstützen. Sie sind in mehreren Sprachen über die Homepage des IPPC verfügbar oder werden vom IPPC-Sekretariat herausgegeben.

Phytosanitary systemsverbindet Standards, Empfehlungen, Leitfäden und Unterrichtsmaterial sowie Veröffentlichungen thematisch.

Welthandelsorganisation (WTO)

Die Mitgliedstaaten der WTO sind verpflichtet, ihre pflanzenschutzrechtlichen Maßnahmen auf das Übereinkommen über die Anwendung gesundheitspolizeilicher und pflanzenschutzrechtlicher Maßnahmen (SPS-Übereinkommen) der WTO zu stützen. Es bietet einen multilateralen Rahmen von Regeln und Disziplinen für die Entwicklung, Annahme und Durchsetzung von gesundheitspolizeilichen und pflanzenschutzrechtlichen Maßnahmen, um unter anderem

  • die pflanzenschutzrechtliche Lage im Gebiet aller Mitglieder zu verbessern,
  • deren nachteilige Auswirkungen auf den Handel auf ein Mindestmaß zu beschränken und
  • den Marktzugang von Entwicklungsland-Mitgliedern zu unterstützen.

Es definiert ferner, dass internationale Normen, Richtlinien und Empfehlungen für Pflanzengesundheit unter der Schirmherrschaft des Sekretariats der Internationalen Pflanzenschutzkonvention (IPPC) mit entsprechenden regionalen Organisationen entwickelt werden.

Übereinkommen über die Anwendung gesundheitspolizeilicher und pflanzenschutzrechtlicher Maßnahmen (SPS-Übereinkommen)

SPS Agreement