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Einfuhr und Verbringen für Versuchs-, Forschungs- und Züchtungszwecke

Einfuhren von Quarantäneschädlingen und Pflanzen, Pflanzenerzeugnissen und anderen Gegenständen, die nicht den Anforderungen der Richtlinie 2000/29/EG entsprechen, aus einem Nicht-EU-Staat bzw. deren Verbringen innerhalb Deutschlands oder der EU-Staaten können nur im Rahmen wissenschaftlicher Versuchs-, Forschungs- und Züchtungsvorhaben auf der Grundlage der Richtlinie 2008/61/EG bzw. ab 14. Dezember 2019 auf der Grundlage der Delegierten Verordnung (EU) 2019/829 erfolgen.

Dazu müssen Sie bei Ihrem zuständigen Pflanzenschutzdienst einen Antrag stellen. Der zuständige Pflanzenschutzdienst ist der Pflanzenschutzdienst des Bundeslandes, in dem Ihre Firma den Hauptsitz hat.

Voraussetzung für die Genehmigung des Antrages ist die Einhaltung der Anforderungen im Anhang I o.g. Richtlinie. Der Pflanzenschutzdienst macht seine Entscheidung im Regelfall von einer spezifischen Risikoanalyse abhängig, kann weitergehende Sicherheitsbedingungen festlegen und deren Einhaltung kontrollieren.

Wird der Antrag genehmigt, erhalten Sie eine Ermächtigung nach dem Muster des Anhangs II der Richtlinie. Die Ermächtigung ist bei der Einfuhr mitzuführen.
Ferner muss für Pflanzen gegebenenfalls ein Pflanzengesundheitszeugnis bei Einfuhr aus einem Nicht-EU-Staat bzw. ein Pflanzenpass bei Verbringen innerhalb Deutschlands oder von EU-Staaten vorliegen.

Die in der Ausnahmegenehmigung festgelegten Bedingungen für das Material nach Beendigung der wissenschaftlichen Arbeiten (z.B. Vernichtung, Behandlung, Sterilisation, Desinfektion der Räumlichkeiten oder der verwendeten Geräte) sind einzuhalten.

Zuletzt geändert: 14.08.2019

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